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Der Weg ins Himmelreich Begräbnisrituale -Trauerrituale


Trauerrituale aus verschiedenen Religionen



Habt ihr euch auch immer gefragt, ob ein Verstorbener besser oder schlechter ins Jenseits kommt, je nachdem welches Toten- oder Begräbnisritual abgehalten wird? Also ob es zum Beispiel einen Unterschied macht, ob der Tote verbrannt, oder begraben wird, ob ein christlicher Priester, oder ein Hindu die Grabrede hält etc. So rein intuitiv hätte ich schon immer gesagt, dass es keine Rolle spielt, aber, man lässt sich ja gerne von außen beeinflussen. Einige Religionen beanspruchen ja für sich, dass nur ihre Riten und Gebräuche dich ins Himmelreich bringen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. ALLE Riten bringen einen zu Gott. Eine ziemlich simple und vor allem auch logische Wahrheit. Mann kann das Spiel natürlich weiter spielen und sagen gestorben wird schon seit es Menschen gibt, Religionen und Traditionen kommen und gehen. Die gute Nachricht ist, alle haben Recht, wenn sie sagen, dass ihre Riten funktionieren. Die Schlechte ist, sie liegen falsch, wenn sie sagen, NUR ihre Riten seien die richtigen. Sterben funktioniert immer, egal welche Religionen oder Begräbnisriten zivilisatorisch gerade angesagt sind. Natürlich, wenn ihr in eurem Leben auf jegliche ethischen und moralischen Grundsätze pfeift, wird einen das auf den Umweg durch die Unterwelt bringen, das war aber auch schon immer so. Doch auch dort bleibt man nicht in alle Ewigkeit. Das Universum ist anscheinend wirklich mehr in Kreisläufen angelegt, als viele Religionen einem so glauben machen wollen. In einem Channeling, in dem es eigentlich um ein steinzeitliches Gräberfeld ging, kam das Ganze zufällig zur Sprache. Was der Gott der Trauer dazu zu sagen hat, lest ihr im folgenden Auszug. Auch Leute, die sich mit dem Gedanken nicht anfreunden können, eine Trauerrede in fremde Hände zu legen, dürfen das gelesene gerne mal sacken lasen. Viel Spaß beim Lesen.



Anubis: Viele mussten ja auch gestützt oder getragen werden, oder auf Karren gezogen, alles Mögliche. Es gibt so gesehen, also für mich, nie Gründe noch etwas mit dem toten Körper zu tun. Das klingt seltsam, weil mir zugeschrieben wird, dass ich der Gott der Mumifizierung bin, aber ich darf dir versichern, das bringt dich auch nicht erfolgreicher ins Himmelreich.

Timo: Na ja, solche Sachen wie vergraben oder verbrennen macht ja schon Sinn. Zumindest für die, die noch da sind. Sonst würde ja eine Seuche nach der anderen ausbrechen.

Anubis: Ja, das ist ja was anderes. Das ist ja keine Haltbarmachung, das ist ja eigentlich, eigentlich beschleunigst du den Prozess zum Wohle aller, denn wie gesagt Krankheiten und Seuchen … Mir ist es egal (was mit den toten Körpern geschieht), um es mal ganz klar und knapp auszusprechen, mir ist es egal.

Timo: Mir war das klar, man kommt ja nicht schlechter nach drüben, nur weil man nicht einbalsamiert ist, das würde ja überhaupt keinen Sinn machen. (Anubis lacht)

Anubis: Aber wie du weißt ist, es Hinterbliebenen nicht egal und dann, macht damit, was ihr zivilisatorisch gerade für richtig haltet. Das Zerteilen von toten Menschen wird heute noch praktiziert, in den Ländern, in denen das Fleisch den Geiern vorgeworfen wird und die Völker, die aus den hohen Bergen kamen, zum Beispiel aus den Alpen, das waren nicht besonders viele, weil der Weg natürlich verdammt weit ist und es in den Alpen andere Riten gab, es gab dort auch lange Zeit genau diese Strömung, dass du deine Toten den größten Raubvögeln gibst, damit sie über die Berge fliegen bis in alle Ewigkeit. Wenn die Leute aus den hohen Bergen aber doch mal hier hergekommen sind, weil sie es für richtig fühlten, dann haben sie auch diesen Brauch mitgebracht. Man kann es ihnen überhaupt nicht verdenken und es gab hier so gesehen keine Tabus in dem Sinne, gerade weil hier ein so ein Schmelztiegel an Kulturen war. Du hast ja kaum jemals einen getroffen, der Jenseits deiner gefühlten Grenze wohnte, der Grenze, in der du zwangsläufig dein ganzes Leben verbracht hast. Du hast die Leute ja auch oft nicht verstanden, oder ganz schlecht verstanden, aber hier kam so viel zusammen, dass es keine festen Strukturen gab, es gab in dem Sinne noch nicht einmal besonders viele Priester, denn du kannst nicht für jeden Glauben aus jedem Tal einen Priester vorhalten. Die Leute brauchten so etwas ja mehrheitlich auch gar nicht. Die Entscheidung, die Riten aus der Hand zu geben war damals mehr oder minder undenkbar. Du hast dir das nicht nehmen lassen. Es ist ganz anders als jetzt in den modernen Zeiten, wo man gerne jemanden nimmt, der da vorne steht und die Arbeit für dich macht, weil er dir vorbetet. Lange Zeit war das unerhört. Du bist zusammengekommen und hast das zusammen gemacht, ja, das ist etwas ganz anderes, aber du hast nicht jemand anderen für dich reden lassen.

Timo: Noch so eine Vorstellung, die mir sehr gut gefällt.

Anubis: Und auch diese Annahme, dass nicht jeder gleich begabt ist, damit umzugehen, mit den Riten oder mit den Worten, das wurde damals nicht so gesehen. Jeder macht es anders, aber keiner macht es schlecht.

Timo: Sag ich ja, wenn du es so willst, macht es jeder auf seine Weise richtig.

Anubis: Vor allem, wenn die intuitiven Kanäle offen sind.

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