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Wie Geister sich darstellen können - Und warum sie nicht über unbegrenzt Energie verfügen

  • vor 18 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit
Ein Geist zeigt sich als feiner grauer Nebel.



Die Meisten werden zumindest aus Büchern oder Filmen wissen, dass Geister sich unterschiedlich darstellen können. Damit liegen Hollywood und Co. nämlich gar nicht so verkehrt. Verstorbene, die den Übergang noch nicht gemacht haben, sind wirklich fähig, sich in unterschiedlichen Formen zu zeigen. Vom Erscheinungsbild, das zu Lebzeiten vorhanden war, bis zum Irrlicht ist vieles möglich. Allerdings schlagen manche Formen mehr auf den Energievorrat als andere und dieser ist laut Gérard ziemlich begrenzt, was wiederum auch erklärt, warum nicht jeder Geist ständig und dauern irgendwelche Dinge bewegen, oder sonstige energetisch aufwändigen Aktionen ausführt. Wie das mit dem Geist sein, der Energie und vielem anderem so abläuft, erklärt uns mal wieder der gute Gérard im folgenden Channeling.



Gerard: Wenn Seelen die Energie ausgeht

 

Tanja: Eine Frage, Meister?

Gerard: Frage gern. Meister? Niemals.

Tanja: Okay, mir auch recht. Ich hatte ja Anfang der Woche eine Hausreinigung und das Thema dort waren eindeutig Kinder. Es waren so viele Kinderseelen in diesem Haus! Und eine davon sah ganz seltsam aus, sie war kaum noch als Mensch zu erkennen und sah eher aus wie ein Gnom, über den man ein Bettlaken geworfen hatte. Anubis sagte, dass die Seele schon so lange dort unten hauste, dass ihr die Energie ausging, um ihr Selbstbildnis aufrechtzuerhalten. Natürlich macht diese Erklärung grundsätzlich Sinn für mich, und auch Timo ist solchen „Resten“ wohl schon begegnet. An meiner Wahrnehmung lag es also wirklich nicht. Aber wie geht das genau vonstatten? Wie muss ich mir das vorstellen? Wieso zerfallen Seelen bzw. deren Abbild?

Gerard: Vielleicht fangen wir mit der Liste an, wie eine Seele sich darstellen kann. Schon da werden dir Seifensieder aufgehen. Zuerst einmal investiert eine sterbende Person ALLE ihr zur Verfügung stehende Restenergie in ihr seelisches Abbild. Das ist ein Kern-Automatismus der Seele, es kann nicht, nicht geschehen. So wie ein Samenkorn aufgeht, wenn es auf Feuchtigkeit trifft, so sammelt eine Seele die Rest-Energie für den Austritt aus dem Körper und den Übergang. Was soll auch sonst damit passieren? Es wäre VIEL zu gefährlich, wenn dieser Vorgang irgendwie halb-bewusst gesteuert werden müsste. Aber selbst der körperlich schwächste Mensch hat Seelen-Energie. Ein gewisses Paket davon. Nach dem Tod ist es nämlich leider schwer möglich, wieder an neue Energie dieser Art zu kommen. Und das ist für euch völlig unverständlich, weil die Seelen ja EIGENTLICH wieder angeschlossen werden ans große Ganze. Aber: Genau das IST ja der Knackpunkt. Es liegt in der Definition eines Geistes, dass er AUSGESCHLAGEN hat, wieder Teil des großen Ganzen zu sein. Aus irgendeiner Furcht heraus schieben sie die Entscheidung auf (das ist der häufigste Fall), oder sie verweigert den Übergang sofort vollumfänglich. Und dann beginnt eine riesige Latte an Problemen, die sie selbstredend in dem Moment nicht überblicken können. Denn jetzt wird das energetische Band gekappt. Das Bad in der universellen Energie stoppt. Weil es so verlangt wurde per freiem Willen!!! Die Probleme sind durchaus hausgemacht, die geistige Welt ist nicht grausam und lässt Seelen einfach so zurück. Jedenfalls gibt es ab dem Moment, wo die Einladung ins Jenseits ausgeschlagen wurde, eine ENDLICHE Menge verfügbare Energie für diese Wesenheit. Und damit muss sie dann auskommen – unter Umständen tausende von Jahren lang.

Tanja: Wie stellst du das denn an?

Gerard: Oh, ich bin wie ich sagte ein großer Sonderfall. Ich bin so genommen ein Angestellter der königlichen Familie der Hölle und beziehe über sie eine Art Salär – ein Energiepaket, mit dem ich dann haushalten kann. Deswegen wirst du auch nie erleben, dass ich versteinere oder vergehe – wie es selbst Anubis und Persephone ab und zu zeigen. Ich stehe energetisch zwischen allen Stühlen, was mir nichts ausmacht, aber ich habe dafür keinerlei Möglichkeit, mich in größerem Stil selbst zu aktualisieren. Self-actualization ist eine Fähigkeit lebender, mit Allem-was-ist verbundener Wesen. Und das bin ich per Definition beides nicht. Mein Energiepaket wird mir von außen zugeteilt, und würde Hel sich sperren, mich zu „bezahlen“, wäre es irgendwann aus mit mir. Nicht, dass sie so etwas jemals tun würde. Ich kann mich keiner Seelen-Evolution unterziehen. Ich bleibe, bis ich diesen Zustand nicht mehr möchte, auf der Stelle oder Stufe, auf der ich jetzt bin. In gewisser Weise läuft das gegen das ewige Spiel Gottes, und deshalb wird es auch nicht sooooo gern gesehen, aber ein paar von uns sind schon nützlich auf dem Spielfeld.


So, wie können sich Geister also zeigen? Je nach „Alter“ – bzw. nach Dauer, wie lange diese Wesenheiten schon abgeschnitten sind von der geistigen Welt – zeigen sich Geister:

1) Als leuchtendes, menschengroßes Oval / als menschliche Form jeden Alters

2) Als verblasste, farblosere Version ihrer selbst. Langsam, manchmal sogar ohne Stimme oder mit Bild- und Tonfehlern wie ein defektes TV-Gerät

3) Als grauer, ovaler Schatten oder fadenartiger Nebel / als „Verhüllter“ / Als Irrlicht.


In Stufe 1) sind die Geister noch sehr gut fähig, sich daran zu erinnern, wie Kommunikation funktioniert, und wie sie mal aussahen. Sie haben die Energie und nutzen sie auch. In dieser Zeit sparen sie noch keine Energie, weil gefühlt noch ewig welche da sein wird.

Auf Stufe 2) – typischerweise nach vielen hundert Jahren – geht ihnen auf, dass sie haushalten müssen. Da aber ohnehin sehr selten jemand vorbeikommt, der sie wahrnimmt, sparen sie sich die meiste Zeit aufwändige Erscheinungsformen. Ein Geist kann in einer Wollmaus unter dem letzten, zugestellten Schrank im Keller eines Museums wohnen. LANGE. Du wirst es nie wissen, wenn er keine Anstalten macht, sich dir zu offenbaren. Oder wenn jemand sehr sensitiver vorbeikommt und sie aufschreckt. Quasi aus dem Dämmerschlaf schreckt. Wenn sie dann versuchen, zu kommunizieren, erinnern sie sich schlecht an ihre letzte Körperform, es ist einfach so lange her. Sie haben vergessen, welche Sprache sie mal sprachen, und wie das Kommunizieren mit Verkörperten funktioniert.

Auf Stufe 3) sind die wirklich armen Tropfe unterwegs. Die wissen, dass ihnen jetzt immer rapider die Energie ausgeht, und sie verzweifeln zunehmend. Sie konzentrieren sich meist auf einen einzigen, winzigen, grauen Punkt. Sie haben die Hoffnung meist aufgegeben, dass sie irgendjemand wahrnimmt. Wenn sie aber doch Anstrengungen unternehmen, können sie als Irrlicht in Erscheinung treten – als schwaches Glimmen auf Waldwegen und an heiligen Stätten, die sie immerhin minimal nähren können, weil dort Energie austritt (und im Idealfall immer wieder von Menschen nachgefüllt wird, die dort beten etc. pp.). Wenn sie an relativ hellen Orten entdeckt werden – wie in dem Haus bei deiner Reinigung – dann zeigen sie sich als „verhülltes“ Wesen. Du kennst das skandinavische Wort „hjalm“, es ist dir in Form des Vornamens Hjalmar („Der behelmte Krieger“) untergekommen. Die Wikinger nannten diese Geister oft „hjalm“, wegen des scheinbaren Überwurfs. Auch die Sitte, Geister mit einem Laken auf dem Kopf darstellen, geht auf dieses visuelle Phänomen zurück. Es ist ein Erkennungsmerkmal. Wie die Ringe an Bäumen die Jahre ablesen lassen, so lässt das visuelle Erscheinungsbild Rückschlüsse auf das ungefähre Alter eines Geistes zu. Anubis erklärte dir also ebenso knapp wie korrekt, dass der Kindergeist sehr alt gewesen sein muss. Hunderte und hunderte von Jahren.

Tanja: Das ist so spannend! Aber langsam muss ich mal Schluss machen. Ich danke dir sehr. Ich wette, ich werde morgen noch Anschlussfragen haben, aber jetzt bin ich erstmal durch nach diesem brüllend heißen, anstrengenden Tag!

Gerard: Na dann bis hoffentlich morgen. Es war mir wie immer eine Freude.

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