Der Schattendämon
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20.08.26
Vor kurzem ist mal wieder was Neues aufgetaucht, von dem ich ehrlich gesagt gar nicht wusste, was das eigentlich für eine Kreatur ist. Ich hatte es zwischenzeitlich fast schon vergessen, aber als wir vorgestern ein gemeinsames Channeling hatten, fiel es mir wieder ein und ich fragte mal bei Hel nach. Die klärte mich dann darüber auf, dass es ein Dämon war, an den sich ein anscheinend frei laufender Schatten geheftet hat. Der Einfachheit halber nenne ich das Wesen Schattendämon. Fragt mich nicht, wie das energetisch möglich ist, ich kann es mir nur so erklären, das der irgendwie in der Merkaba des Dämons hängt, wie die anderen Schatten auch, nur mit dem Unterschied, dass die restlichen Schatten, die ein Dämon so mitbringt, zu seiner "ursprünglichen" Matrix gehören und der frei laufende, der sich angehängt hat, nicht.
Darauf aufmerksam geworden ist eigentlich Desirée, von der auch der exzellente Zeitlinienbeitrag stammt. Mit der war ich eigentlich gerade am mailen, als es ihr von jetzt auf gleich ziemlich schlecht ging, am Anfang erstmal nur körperlich. Erst dachte ich, sie hätte sich eine Grippe oder ähnliches eingefangen. Wenn das Immunsystem mal kippt, kanns da auch schnell bergab gehen, was das körperliche Wohlbefinden angeht. Als allerdings innerhalb kurzer Zeit auch die psychische Verfassung den Bach runter ging, war mir auf jeden Fall schonmal klar, dass es auch irgendwas mit Schwärze zu tun haben könnte. Das ganze Szenario war echt übel und hat mich irgendwie daran erinnert, wie es mit mir bei der Lehrstunde mit Lilith psychisch in den Keller ging. Desi hatte mir mittlerweile auch bestätigt, dass sie das Gefühl hat, dass etwas in ihrem Zimmer ist und als ich dazu kam, stellte es sich als besagter Schattendämon raus. Als das geklärt war, ging es Desi auch wieder besser, vor allem weil sie wusste, wo sie dran war. Und das ist genau das was ich meine: wenn jemand selten oder sogar noch nie Kontakt mit niederen Wesen hatte, die stellenweise richtige Mengen an Schwärze mitschleppen, kann das wirklich verdammt gefährlich werden, weil man sich vermutlich irgendwann einfach nur noch vor einen Zug schmeißen möchte.
Mir hat sich das ganze dargestellt als Mann mit einem Unterkörper und zwei Oberkörpern. Einer ganz normal und der andere wie ein Schatten, aber irgendwie anders. Es hatte ein bisschen was von Venom. Allerdings hab ich mit dem Schattending einen richtigen, wenn auch kurzen Dialog geführt, normalerweise machen Schatten sowas nicht. Und schon gar nicht mit anderen; wenn, dann mit ihren Trägern. Deswegen hatte ich das eigentlich schon ausgeschlossen, bis Hel uns aufklärte, dass, wenn ein Schatten es schafft, sich an einen Dämon zu heften, er dann auch mehr Bewusstsein oder Fähigkeiten erlangt.
Er ist anscheinend dort aufgeschlagen, weil er sich Hilfe erhofft hat.
Timo: Was soll das, lass gefälligst Desi in Ruhe, sonst muss ich dich direkt entfernen.
Schattendämon/Normaler Oberkörper: Tut mir leid, ich konnte nicht verhindern, dass ich soviel Schwärze verbreite.
Timo: Wenn du Hilfe willst, musst du warten. Ich muss mich erst um Desi kümmern. Was ist das überhaupt für ein Schattentyp?
Schattendämon/Normaler Oberkörper: Mach dir um den keine Sorgen, den hatte ich im Zaum.
Timo: Gut, ich verlass mich drauf.
Desirée ging es wieder merklich besser. Ich fragte sie, ob sie sich um den Spirit kümmern wolle oder ob ich das machen soll. Sie wollte es selbst versuchen, brauchte aber noch ein paar Minuten.
Timo: Sie braucht noch eine Weile, aber wenn du dich ruhig verhältst, wird sie dir Helfen. Was ist mit euch eigentlich passiert?
Schattendämon/Schattiger Oberkörper: Das wird der dir nicht sagen, der ist viel zu sehr mit mir beschäftigt.
Der normale Oberkörpertyp machte einen ziemlich angestrengten und fokussierten Eindruck und hat auch nichts mehr dazu gesagt. Kurz darauf gingen die beiden auf Abstand.
Ab hier konnte Desirée wieder übernehmen und nach dem Abendessen brachte sie die beiden auf den Weg. Der Schattenanteil trennte sich dabei tatsächlich mehr oder weniger widerwillig und verschwand im dunklen Portal, der andere ging zufrieden ins Licht.
Ich hatte mich die ganze Zeit über gefragt, was das wohl für ein Mischmasch an Energie war. Zuerst dachte ich, das ist ein Dämon, weil er sich ziemlich finster anfühlte, dann dachte ich es sei ein Dämon, dem seinen Seelen "davonlaufen" und die letzten beiden streiten sich noch ein wenig, wobei die, die gehen möchte die Oberhand hat. Oder, da Schatten gerade verstärkt ins Feld kommen, hatte ich auch einen von denen im Sinn, keine Ahnung, in Form von halb exorzierten Menschen, der draufgegangen ist, oder sowas in der Art. So der Profi bin ich da auch nicht, auch wenn es sich manchmal vielleicht so anhört. Eigentlich kommen bei mir auch immer nur Sachen ins Feld, bei denen ich mich Frage, was ist denn das jetzt schon wieder? Manches ist offensichtlich, aber das meiste erschließt sich oft später erst. Aber, wie dem auch sei, einen Schatten schloss ich am Ende dann doch wieder aus, weil die wie bereits erwähnt, eigentlich nicht so bewusst sind, dass sie an einem Dialog teilnehmen könnten. Naja, schön, dass wir drüber gesprochen haben.
Die ganze Sache ist aber auch ein gutes Beispiel dafür wie gefährlich Schwärze und Schatten manchmal sein können, gerade wenn man sowieso empfänglich für Energien ist und im Gegensatz zu Desirée so gar nicht darüber im Bilde ist, was da gerade vor sich geht und warum man sich von jetzt auf gleich vor den Zug werfen möchte, weil man es nicht mehr länger aushält. Da sie aber ungefähr im Bilde darüber war, was der Auslöser sein könnte, war es ihr möglich, da mal nachzuspüren. Als sie die Bestätigung hatte, war sie auch wieder richtig handlungsfähig und genauso schnell wieder oben auf, wie es kurz zuvor in den Keller ging.
Wie oben schon erwähnt, kam das ganze bei einem gemeinsamen Channeling mit Tanja noch einmal zur Sprache. Was Hel dazu sagt, erfahrt ihr im folgenden Auszug:
Timo: ... Oh, ja. Darf ich noch eine kurze Frage? Vielleicht für das Geisterlexikon. Die Sache bei Desiree.... Mittlerweile habe ich so ein Bild im Kopf, was es sein könnte. Erst habe ich gedacht, das ist irgendein Typ, dem sie einen Anteil rausgequält haben.
Hel: Bei ihrem Erlebnis neulich.
Timo: Ja, genau. Dann habe ich gedacht, das ist ein Dämon, von dem nur noch zwei Seelen übrig sind. Das kam aber auch nicht hin. Jetzt hast du mich drauf gebracht. Schatten. Der Typ hat sich tatsächlich so dargestellt. Der hatte einen Unterkörper, aber geteilten Oberkörper. Einer war normal. Der andere war wie ein Schatten.
Hel: Hat der Schatten was gesagt?
Timo: Beide haben was gesagt. Es ging darum, dass es ihr schlecht ging. Ich hatte das Gefühl, sie hat durch ein riesiges Schwärzefeld marschiert. Womit ich ja auch nicht sooo falsch lag. Dann habe ich reingefühlt. Sie hat auch gesagt, sie hat das Gefühl, da ist was in ihrem Zimmer. Da habe ich mich mit dem unterhalten. Der Typ, der normal ausgesehen hat, war auch ganz gefasst. Er war voll fokussiert. Ich habe dann gesagt, dass er sie in Ruhe lassen soll, dann kümmern wir uns um sein Anliegen.
Dann hat er gesagt, es sei kein Problem. Es war nicht so geplant, dass es so läuft. [Dass er bei Desi aufschlägt und so einen Impact hat] Aber er hat halt anscheinend gesehen, dass sie was ausrichten kann, dass sie ihm helfen kann. Er hat sich dann auch tatsächlich in ein schattiges Eckchen gestellt, die nächsten zwei Stunden.
Dann habe ich gefragt, was er ist? Dann konnte ich richtig merken, wie er seinen Fokus in meine Richtung verliert. Danach hat der, ich nenne es
mal Schatten, angefangen zu sprechen: »Das wird er dir nicht sagen, der ist viel zu sehr mit mir beschäftigt.«
Dann habe ich das mal so stehen lassen. Am Ende will er ja doch gehen. Aber so rückblickend wäre es natürlich interessant, was das jetzt für ein Fall gewesen ist. Er hat noch gesagt: »Guck dir an, was die aus mir gemacht haben.«
Hel: Ja, Kombinationsformen sind natürlich besonders fies. Die generelle Lehre besagt ja eigentlich, dass Schatten quasi nicht sprechen, und wenn, dann ganz wenig. Und eigentlich auch nur zu ihrem Träger und nicht zu Fremden.Das ist die Grundsatzlehre. Aber wenn sich natürlich ein Schatten an was anderes heftet, statt an einen Menschen, dann kann er quasi von dem so viel Fähigkeit und so viel Bewusstsein abzwacken, dass seine Fähigkeiten steigen. Denn ein normaler Schatten sitzt ja wirklich quasi so sabbernd vor dir und kann nichts tun, außer dich anzugaffen. Mehr haben die nicht drauf. Und du siehst dieses blanke Starren in ihren riesigen Augen. Aber da ist keiner zu Hause [im Oberstübchen]. Und das Ganze gilt nicht mehr, wenn sie sich an etwas Nichtverkörpertes angehängt haben. Dann gelten diese Regeln nicht mehr. Und das ist die gefährlichste Mischform von allen.
Timo: Aber Desi ist halt total abgestürzt. Das hat richtig weh getan.
Hel: Das ist ja auch furchtbar. Das Learning daraus ist ganz, ganz eindeutig: Du bist nicht verrückt.
Timo: Ich hatte das Gleiche ja ein paar Tage vorher mit Lilith, wo die mich auch in den Keller geschickt hat quasi, so rein psychisch. Aber ich hatte sie auch auf dem Schirm. ...
Und wenn du da in so eine Falle tappst, sage ich jetzt mal, und weißt überhaupt nicht, was da Sache ist, alter, das stelle ich mir so richtig…
Hel: Ja, wenn du bei freien Schatten keinen Plan hast... Ja, dann gute Nacht. Das sind dann so Fälle, wo manchmal in der Zeitung steht, XYZ hat sich vor den Zug zugeworfen. Keiner weiß, warum. Wirklich keiner weiß warum. Die Zeitung sagt viel »keiner weiß, warum, keiner weiß, warum.« Aber in solchen Fällen stimmt es einfach. Das geht so [Tanja schnippt mit den Fingern]: Schatten kommt an, fünf Minuten später, zack, bumm. Person tot.
Timo: Ja, genau! So hat sie das auch beschrieben.
Hel: Und das ist ein ganz schwieriges Thema, logischerweise, den Leuten natürlich sehr schlecht zu vermitteln, weil dann natürlich auch hammermäßige Angst umgeht, was wir ja alles nicht wollen. Und das Schlimme ist halt, dass die Grundlagenarbeit so sehr verweigert worden ist, dass jetzt einfach die Bücher und das Lehrmaterial nicht da sind. Einige haben ihr Möglichstes versucht, aber du hast einfach nicht »Schattenarbeit für Dummies«. Das Buch gibt's nicht. Noch nicht. Und das fehlt. Also ran an den Speck.
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