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Die Wächter von Colmar

  • vor 4 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit
Fünf Wächtergeister bewachen einen Dämon.


Weil ich gesagt habe, das ich euch auf dem Laufenden halte, sollten mir noch weitere Wächter begegnen, gibt es mal wieder ein Update. Nun ja, begegnet, sind mir mittlerweile zwar schon mehrere, aber das waren jetzt keine "besondere Vorkommnisse". Vor ein paar Wochen hatte ich allerdings eine Begegnung, die mir im Gedächtnis geblieben ist, weil sie ein wenig vom üblichen, ich bewache die Burg oder den Ort abweicht. Wie gesagt, es ist schon eine Weile her, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es wäre wichtig das irgendwie festzuhalten, deswegen ist das jetzt leider nur ein Gedankenprotokoll, in dem der genaue Wortlaut natürlich abweichen kann.


Eigentlich hatte ich an dem Ort, in einem steinalten Fachwerkhaus ein paar Spirits beim Übergang geholfen und die Schwärze weitergeleitet. Dabei fiel mir eine Kirche auf, die um die Ecke stand. ES war eigentlich eher so ein Bauchgefühl, aber wies halt so ist, wenn man schonmal da ist, fragt man eben mal nach.


Timo: Ist da jemand in der Kirche? Irgendwie fühlt es sich so an.

Spirit: Was willst du?

Timo: Keine Ahnung, ich war gerade um die Ecke und hab dich wahrgenommen. Kann ich dir irgendwie Helfen? Hat ja bestimmt seinen Grund das du hier rumhängst.

Spirit: Wer bist du? [mit dem Vibe: Und warum nimmst du mich überhaupt wahr?]

Timo: Timo und du?

Spirit: Das hier ist unser Ort.

Als er das sagte, kam ein ziemlicher Mönchsvibe rüber. Aber eher so ein Bruder Tuck mäßiger, aus dem alten Robin Hood Film mit Kevin Costner, wenn den noch jemand kennt.


Timo: Das ist schön, habt ihr noch jemanden da drinnen, der hier festhängt und den Übergang machen möchte? Das könnte ich einrichten, wenn du möchtest?

Spirit: Wer genau bist du?

Timo: Ich bin Timo, ich hab sowas schon ein paar mal gemacht. Stört es dich, wenn ich reinkomme?

Spirit: Was ist wenn ich dich nicht drinnen haben möchte? Du kommst mir komisch vor.

Timo: Nichts, dann bleibe ich draußen.

Damit hatte er anscheinen nicht gerechnet und taute ein wenig auf. Ich muss dazu sagen, dass ich da wirklich nicht einfach so hineingegangen wäre, da ich nicht das Gefühl hatte, das die da irgendeinen Unfug treiben und Leuten schaden etc.

Ich weiß nicht mehr was da alles gesagt wurde, aber ich weiß, dass der "mach nen Abgang Vibe" plötzlich weg war. Hereinlassen wollte er mich aber trotzdem nicht.

Ich weiß noch das wir eine Weile gequatscht haben und es stellte sich heraus, das er wirklich ein Mönch war, der in dem Gemäuer schon zu Lebzeiten zu tun hatte. Irgendwie sind wir dann über die Götter, mit denen er nicht so viel anfangen konnte, auf Jesus zu sprechen gekommen. Und dann kam mir auch schon die zündende Idee, nach zehn Minuten Gespräch oder so^^. Ich sprach Jesus an und fragte ob der sich nicht mal kurz blicken lassen könnte. [ Ich weiß das wird für viele komisch klingen, aber es macht Sinn, gerade wenn man viel mit Schwärze arbeitet, sich Lichtvolle Kontakte zu suchen, bei denen man sich ab und an mal eine Lichtdusche abholt. Und einer von meinen ist nun mal Jesus. Da gibts übrigens auch einen extra Beitrag dazu]

Und wie der eben so ist, schlug er auch direkt auf, was den Mönch anscheinend ziemlich aus den Latschen gehauen hat. Denn plötzlich wurden wir hereingebeten. Ich will hier nochmal erwähnen, das mit Jesus um die Häuser ziehen kein Exklusivrecht ist. Der quatscht eigentlich auch mit allen die das wirklich wollen.

Drinnen angekommen, führte der Mönch uns mit in den Keller, in dem noch vier weitere Mönche standen. Es stellte sich heraus, dass sie sich zu Lebzeiten bereit erklärt hatten, einen Dämon zu bewachen, den sie dort unten eingekerkert hatten. Anscheinend wussten sie damals nicht, wie man den sicher loswird und haben ihn deswegen in Gewahrsam genommen. Allerdings hatten sie es im Laufe der Jahrhunderte geschafft sich zu arrangieren. Klar, der Dämon konnte nicht raus, wurde aber nicht unbedingt wie eine Bestie behandelt.

Timo: Respekt das ihr dass so durchgezogen habt. Dankeschön. Wir können dafür sorgen, dass ihr alle weiterziehen könnt.

Jesus wandte sich dankend an die fünf Mönche, fackelte gar nicht lange und nahm sie mit in Richtung Licht.

Timo in Richtung Dämon: Wie siehts bei dir aus, du siehst nicht gerade sehr geschwächt aus?

Dämon: Nun Ja, an der Schwärze der reumütigen Sünder hat es mir jedenfalls nicht gemangelt.

Timo: Warum wundert mich das nicht.

Dämon: Ich kann hier zwar nicht raus, aber ich kann nicht sagen, dass es mir Schlecht ergangen ist. Die Mönche und ich, wir kamen miteinander aus. Die saßen hier ja auch fest, wenn auch auf andere weise wie ich.

Timo: Ist mir aufgefallen. Wie sieht es aus, bist du bereit dein Dasein hier zu beenden und deine Evolution weiter vorantreiben?

Dämon: Ich hab die Schnauze voll von hier.

Timo: Ich mache dir ein Portal in die Unterwelt auf, dort wirst du fair behandelt und deinen Ballast wirst du dort unten auch los.

Dämon: Ich hab keine Lust mehr auf Spielchen und werde dir dann wohl vertrauen müssen.

Timo: Wirst du wohl, aber keine Sorge, ich bescheiß’ dich schon nicht.


Ich holte Anubis dazu, öffnete das Portal, in dem der Dämon verschwand und leitete die Schwärze weiter. Na ja, und soviel zum Thema, ich mache nur kurz was in dem Fachwerkhaus^^.


Fragt mich nicht warum, aber mich hat da ganze irgendwie beeindruckt. Schon alleine die Tatsache, das die fünf sich ohne Rücksicht auf Verluste bereiterklärt hatten, nach dem Tod zu bleiben um zu Helfen hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber auch der Dämon, der sich von der Schwärze in der Kirche genährt hat und sich auch recht gut mit seinem Los arrangiert hat, war irgendwie ziemlich vielsagend. Weil es ein schönes Beispiel dafür ist, das auch die auf einem "Normalzustand" laufen können, wenn sie das wollen. Bzw. das der Umgang mit ihnen nicht immer auf Tod und Verderben hinauslaufen muss.



Wächter ergänzung Dämon im keller der Mönche

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