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Gérard - Womit Geister ihre Zeit verbringen und wie sie sich darin bewegen können

  • vor 2 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit
Ein Adliger sitzt hinter seinem Schreibtisch.



Wem der erste Teil vom Gérard Channeling gefallen hat, der wird den zweiten Teil hier lieben. Gérard gibt weitere Einsichten ins Geist sein. Wer sich schon immer einmal gefragt hat, ob Geister schlafen können oder wie sie die Zeit wahrnehmen und ob sie sich vielleicht sogar in der Zeit hin und her bewegen können, wird hier fündig. Der Übersicht halber werde ich das Channeling mal wieder zerstückeln und ein paar separate Beiträge daraus machen. Das komplette Channeling wollen wir euch allerdings trotzdem nicht vorenthalten, deswegen viel Spaß beim Lesen.



08. Juli – Tag 2 – Séancen, Tonbänder, Ersthelfer


Tanja: Gérard, kannst du mir erzählen, was man grobe 230 Jahre lang anstellt als Geist?

Und: Gibt es wirklich keinen Zwang, irgendwann ins Licht zu gehen?

Gérard: Warum sollte es den geben? Es gibt überhaupt keine Zwänge im Kosmos – wenn man von denen absieht, die ein Körper dir auferlegt. Essen, Schlafen, Sterben. All das. Es gibt ja nicht mal einen Zwang, die Hölle wieder zu verlassen! Die absolut

große Mehrzahl der Seelen will das natürlich tun. Aber einen Zwang gibt es nicht.

Tanja: Und du? Ich meine, du kommst nochmal wieder, oder? Wenn wir hier fertig sind?

Gérard: Mal sehen. Derzeit bin ich nicht besonders erpicht darauf, euer Endgame hier mitzuspielen. Vielleicht suche ich mir einen ruhigen, kleinen, abgelegenen Planeten

irgendwo. Das wird ja wohl noch erlaubt sein. Um aber auf deine Frage zurückzukommen: Zeit vergeht für uns ja ohnehin nicht so wie für euch. Allerdings können wir leider nicht oder kaum durch die Zeit reisen. Das ist so eine ganz gemeine Kindersicherung. Man sollte ja denken, die Zeitlosen (die Geister) könnten durch die Zeit hüpfen, wie ein Kind durch den Sandkasten hüpft. Aber leider geht das nicht.

Tanja: Da habe ich noch nie drüber nachgedacht! Also kennt auch ihr nur die Richtung,

dass die Zeit tendenziell vorwärts abläuft. Gibt es Pausen? Oder »Vorspulen«?

Gérard: So ähnlich. Du kannst dich quasi »hindurchspüren«, wo es spannend wäre, und wo es gerade überhaupt nicht nötig ist, dass du dort herumhängst. Aber, und das ist noch viel wichtiger: Ich bin ÖRTLICH kein bisschen eingeschränkt (abgesehen von

planetaren Grenzen), und somit kann ich mir natürlich im hintersten Eck des Plane-

ten Menschen suchen, die sich gerade interessanten Phasen der Magie widmen. Die

echten Entwicklungswillen zeigen und Anleitung gebrauchen könnten.

Tanja: Bist du dann per Definition nicht auch ein Guide?

Gérard: Ich darf das Wort vielleicht nicht für mich beanspruchen, aber im Grunde

kann ich das sein. Ein Kurzzeit-Helfer. Sehr oft bin ich sogar eine Art Ersthelfer

in einer Szene, die gerade völlig aus dem Ruder läuft. Wobei die »echten«

Guides der Person da natürlich auch oft den Finger drauf haben. Aber die

werden nicht immer gesehen. Ich dagegen schon, weil ich so niedrig schwin-

ge!!

Tanja: Die Toten sind nur die nächsthöhere Stufe Gottes.


Gérard: Exakt! Wenn die Menschen es schaffen, mich nicht nur als niedrige Wesenheit wahrzunehmen oder als Störenfried oder fürchten, dass ich ihnen ihre Energie aussaugen oder ihre Seele rauben will, dann kann ich ziemlich gute Brücken bauen zur Anderswelt!

Tanja: Lass mich raten. Ouija-Boards, Dämonenbeschwörungen, und die ständige Frage,

ob du nun ihre Seele fressen wirst ....

Gérard: Ja. So in etwa. Man kennt das. Hollywood ist hier wirklich keine Hilfe ....

Tanja: Hihi. Das glaube ich. Und ich kann mir vorstellen, dass man so wirklich viel Zeit

rumkriegt.

Gérard: Das Feld ist wirklich weitläufig. Man kann Geisterjäger ärgern und ihnen Quatsch auf ihr Band sprechen. Man kann junge Mädchen davon abhalten, einen Onlooker oder ähnliche Dämonen in ihr Haus zu lassen. Man kann bei Séancen mitmachen und kleine Kieselsteine von der Decke regnen lassen .... Bei Séancen triffst du die meisten, die so sind wie ich. Zufriedene Tote, die Interesse an der Kommunikation zwischen den Welten haben. Unsere Existenzform ist nun einmal ziemlich einzigartig. Tote sind oft entweder sofort weg im Licht – und es möge ihnen gegönnt sein – oder sie sind zu unbewusst, um zu verstehen, was ihre Möglichkeiten sind.

Tanja: Hast du wirklich nie Sehnsucht?

Gérard: Natürlich warten einige liebe Seelen auf mich. Ich bin kein totaler Einzelgänger – obwohl ich das in meinem Leben als Gérard durchaus war. Ich habe nie geheiratet, hatte keine Kinder und nur wenige entfernte Freunde. Aber das reichte mir. Ich war noch nie raffgierig oder sozial abhängig. Ich bin, wie gesagt, sehr zufrieden mit meinem momentanen Status.

Tanja: Du bist ein bisschen so wie diese Leute, die jahrelang gezwungenermaßen oder

sogar freiwillig auf dem Gelände eines Flughafens wohnen.

Gérard: Irgendwie schon. Ich kann das Gebäude nicht verlassen und mich schwupp-

diwupp wieder verkörpern, denn dann würde ich einem anderen seinen Körper strei-

tig machen. Und ich möchte auch nicht in den Flieger steigen – egal in welche Rich-

tung. Also bleibe ich »in limbo«, wie man so schön sagt.

Tanja: Ich kenne jemanden, der wird richtig darauf abgehen, was du hier alles schönes

erzählst. ;)

Gérard: Ich weiß. Wie so oft ist der hier entstehende Text nicht nur für dich – und die Infos ja sowieso nicht. Und ich meine das mit der Hilfe so, wie ich es sage. Was auch

immer man über Séancen und Bandaufnahmen zu wissen hofft .... man bräuchte

mich nur zu fragen.

Tanja: Genial! Aber sag mal ... Hel und Anubis lassen dich gewähren?

Gérard: Brücken kann man immer gebrauchen, nicht wahr? Ich habe schon so manche

Hexe betreut, die sich ein bisschen zu waghalsig der »dunklen« Magie verschrieb.

Und habe ihre Arbeit in die richtige Bahn gelenkt – also in Richtung Hel, Persephone

und Anubis. Man könnte sagen, ich bin das positive Gegenstück zur Menagerie des

horreurs. Während die die Lebenden erschrecken soll, biege ich die Rituale in eine

ungefährlichere Richtung.

Tanja: Warte mal. Welche Namen hat man dir schon gegeben?

Gérard: Die meisten geben mir überhaupt keinen Namen. Die Maske hilft manchmal. Du wärst überrascht, wie viel Sicherheit sie manchen gibt – denn wer in Ketten liegt,

kann wohl keine so große Gefahr sein, nicht wahr?

Tanja: Creepy.

Gérard: Tja, nun, bei dir hat es nicht besonders gut funktioniert. Aber man bleibt so im

Gedächtnis, das kann ich dir flüstern. Und irgendwann, wenn ich sie dann ablege,

dann weiß ich, dass eine neue Stufe erreicht worden ist mit der lebenden Person.

Dass wir eine Vertrauensbasis haben. Ich habe schon zahllose junge Menschen

durch Liebeskummer und alles mögliche begleitet. Aber ich mache auch transparent,

dass ich nicht alles weiß. Das bleibt den Göttern vorbehalten. Ich habe keine Übersicht über das Große Ganze, und das ist durchaus schade. Ich werde nie so fantastische Sätze sagen können wie Hel oder White oder Anubis oder der Aspekt der

Liebe. Meine Hilfe ist durchaus beschränkt durch die Erfahrungswerte aus

diesem einen Leben, das ich gerade gelebt hatte. Ich kann Schatten und

Umrisse meiner anderen Leben erahnen, aber mir fehlt die Übersicht der

Ahnen, die tatsächlich in die ewigen Jagdgründe eingegangen sind. Mir fehlt

der Befreiungsschlag, der mit dem Übergang in Dunkelheit oder Licht einhergeht. Mir fehlt das Debriefing.

Tanja: Das ist so interessant. Sag mal ... kannst du so etwas wie Schlafen?

Gérard: Nein. Leider nicht. Ich kann ruhen, wenn ich mich draußen irgendwo auf einer

schönen Hotel-Liege unter dem Sternenhimmel niederlasse. Ich kann die Augen

schließen, aber alle anderen Sensoren laufen immerzu weiter. Ich kann völlig ohne

Sicht-Signal sagen, ob sich mir jemand nähert, und all sowas. Es ist wie ein sehr

feines Radar. Aber man kann lernen, das etwas herunterzuregeln, um so etwas

ähnliches zu erreichen wie Schlaf. Es ist vielleicht eher mit Trance zu vergleichen.

Deswegen kann man Geister auch erschrecken, man soll es kaum glauben.

Tanja: Oh je, hoffentlich ist mir das noch nie passiert!

Gérard: Das ist übrigens GENAU der Grund, warum man nachts nicht über Friedhöfe latschen soll. Gerade frisch Verstorbene versuchen durchaus, nachts in ihrem Grab ein

wenig Ruhe zu finden. Dass die ganze Kiste nicht so richtig funktioniert, merken sie

dann nach und nach. Aber typische frisch Verstorbene können ja die gleichen Arschgeigen sein, wie sie es im Leben waren. Und das bedeutet: Wer sie stört, kann sich ihren Hass zuziehen. Und das möchte man wirklich nicht!

Tanja: Was für handfeste Gründe es gibt, sich eben doch nachts vom Gottesacker fernzuhalten. Interessant! Hilfst du frisch Verstorbenen manchmal?

Gérard: Ja, manchmal. Besonders wenn Hexer und Hexen sterben, die sich nie ganz einig wurden, was im Tode genau passieren wird, und die Kontakt mit mir hatten. Wenn ich eh schon ein Vertrauter bin, dann sollte ich diesen Freundschaftsdienst doch leisten, oder?

Tanja: Das ist so lieb von dir!

Gérard: Wie ich sagte, ich gebe nur zurück.


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